2009 Herbsttour
Der Harz
Die Septembertour 2009 in den Harz im Bundesland Niedersachsen war geprägt von Scheiß Wetter, technischen Problemen, kleinerem Zusammenstoß, Skat- u. Dokoabend sowie Frustsaufen ! Ganz so schlimm war es ja nicht ! Aber alles der Reihe nach:
Wie üblich war Treffpunkt in Bad Bramstedt mit bereits 11 Motorräder und 14 Personen. Krankheitsbedingt mussten 2 Teilnehmer kurzfristig absagen. So begannen wir unsere Tour bei Wolken und Sonnenschein um am 2.Treffpunkt, dem Parkplatz Hasselhöhe auf der BAB7, noch eine Person aufzunehmen.
Danach ging es weiter nach Bahlburg um dort Fazer und Fazer II von zu Hause abzuholen. Nun waren wir komplett (14 Bikes mit 17 Personen) und fuhren durch die Heide zum Mittagspunkt "Zum Pilz" an der B4 kurz vor Gifhorn. Heideschnitzel und riesige Windbeutel waren hier angesagt. Gestärkt ging die Reise weiter nach Königslutter am Elm, wo wir auf dem gleichnamigen Gebirgszug eine weitere Pinkel- bzw. Raucherpause einlegten. Vom Elm herunterkommend sahen wir das Unheil auf uns zu kommen: der Harz war eingehüllt von schwarzen Regenwolken. Schaffen wir es noch im trockenem in unser Quartier, der Pension Quellenhof in Altenau ??In Bad Harzburg, unserem letzten Tankstopp, fielen die ersten Regentropfen, aber danach war Schluß und wir kamen doch ziemlich trocken in Altenau an. Zimmer bezogen, warm geduscht und das Altenauer Bier, passend zum Grillen, wartete schon um unseren Durst zu löschen ! Nach Beendigung des Grillens dauerte es nicht lange, und es fing an zu regnen. Wir verließen die überdachte Terrasse und begaben uns nach drinnen um dort den Abend mit einigen Runden Schierker Feuerstein und Benzingesprächen ausklingen zu lassen.
Der Samstagmorgen: R E G E N , R E G E N , R E G E N !!!
So entschlossen wir uns, nach dem Frühstück eine verkürzte Ausfahrt zur Gedenkstätte Dora-Mittelbau bei Nordhausen durchzuführen.
Vorweg genommen: wir kamen dort nicht an, weil :
1. Beim Start traten technische Probleme bei Willy´s alter Gummikuh auf. Sie sprang einfach nicht an. Zündkerzen waren trocken, aber sie wollte nicht. Nach hin und her tüfteln fanden wir den Fehler: kein Sprit kam zum Vergaser, weil der Benzinschlauch von innen verstopft war. Schlauch entfernt, neues provisorisches Stück eingesetzt, sie sprang an und lief - fertig. Nach gut einer halben Stunde "Schrauben" im Regen fuhren wir endlich weiter. Aber nach 20 km war Schluß. Der Regen wurde immer stärker, in der Höhe kam Nebel hinzu und die Brillenträger konnten überhaupt nichts mehr sehen. So fuhren wir auf einen Parkplatz an der Abzweigung nach St. Andreasberg und entschieden uns, die Tour abzubrechen und umzudrehen.
2. Und als es wieder losging, passierte es: Beim Einfahren auf die Bundesstraße musste ich anhalten, da ein Fahrzeug von links kam und unser rechter Flügelmann fuhr mir hinten in die Maschine ! Ein Aufprall, und plötzlich lagen zwei Maschinen und 4 Personen auf der Straße bzw. auf dem Seitenstreifen. Meiner Sozia und mir war nichts passiert, der rechte Flügelmann und seine Sozia zogen sich leichte Plessuren davon, konnten die Fahrt aber fortsetzen. An beiden Maschinen entstand geringer Sachschaden. Sie waren fahrbereit und so fuhren wir ins Quartier zurück. Es schüttete immer mehr, wie aus Eimer ! In der Pension gab es erstmal eine Runde Kaffee, um den Schock herunter zuspülen, da nicht mehr passiert war !
Ein Teil der Gruppe absolvierte einen Fußmarsch ins Zentrum, um dort etwas zu Essen. Auf dem Rückmarsch - wie sollte es anders sein - R E G E N !! Wieder in der Unterkunft, neue trockene Klamotten an, und nun folgte das, womit wohl keiner gerechnet hatte: Es bildeten sich mehrere Gruppen und die Karten kamen auf den Tisch. Vom Nachmittag bis in den späten Abend hinein wurde Skat, Doko und Schwimmen gekloppt ! Natürlich durfte das Altenauer Bier sowie einige Runden Schierker Feuerstein dabei nicht fehlen. Das wir uns das Wochenende anders vorgestellt hatten, brauch man normalerweise nicht erwähnen. Aber auch so hatten wir schöne Stunden und Augenblicke und hoffen mal, das das nur ein Einzelfall war und wir nächstes Jahr wieder unsere Touren so durchführen können, wie wir es gewohnt sind: Trocken und angenehm warm !!!
Die Rückfahrt verlief unspektakulär bei trockenem Wetter, da wir den direkten Weg gen Norden nahmen - es hätte ja regnen können ! Mittagspause war wie bei der Hinfahrt im Gasthof "Zum Pilz".
Fazit: Ein R E G E N S A M S T A G !! so wie wir ihn nicht noch einmal erleben möchten !