2009 Frühjahrstour

Fischland Darß

Die Frühjahrstour 2009 - diesesmal keine Mai-, sondern eine Junitour ! Sie führte uns nach Mecklenburg-Vorpommern , und zwar auf die Halbinsel Fischland Darß ! Quartier bezogen wir im Landhotel Pathes-Hof in Volkenshagen, 15 km hinter Rostock nähe B 105.

Wie immer begann alles an einem Freitag in Bad Bramstedt, wo bereits 15 Motorräder zum ersten Treffpunkt eintrafen. So fuhren wir bei Sonnenschein los nach Ratzeburg, um dort die letzten 3 Bikes aufzunehmen.

Hier erwischte uns auch der erste Regenguss, den wir abwarteten, um dann wieder bei Wolken und Sonnenschein dem Regen hinterher zu fahren. Bei unserem ersten Tankstopp in Schwerin dann der zweite Regenguss. Auch den warteten wir ab und als er vorüberzog, fuhren wir der schwarzen Wolke wieder hinterher. In Crivitz, am Haus Seeblick, nahmen wir unser Mittagsmal ein. Von da an ging es über Nebenstraßen und ziemlich desolaten Kopfsteinplasterstraßen (hier war von "Aufschwung Ost" noch gar nichts zu merken) um Rostock herum zu unserem Quartier in Volkenshagen. 10 km vor Ultimo erwischte uns dann doch noch der Regen mit ziemlich starkem Wind, so das wir nicht trocken ans Ziel ankamen. Die ganze Nacht stürmte und regnete es Bindfäden, so das wir wenig Hoffnung hatten, das es am Samstag "schön" werden sollte. Bei Pils, Köstritzer Schwarzbier und Friesengeist dachten wir erstmal nicht an das Wetter, sondern ließen den ersten Abend gemütlichen ausklingen.

Samstagmorgen - siehe da - der Regen war weg und die Sonne lachte vom Himmel aber mit heftigem Wind, der uns auch den ganzen Tag erhalten blieb. Nach dem Frühstück ging es dann pünktlich im 09:30 Uhr los zur Rundtour. Über unbekannte kleine Dörfer, durch Ribnitz-Damgarten hindurch kamen wir im kleinen Ort Saal plötzlich zum Stehen. Eine Frau mit einer Keule in der Hand hielt uns an und sagte, wir müssten einen Moment warten, da ein Trachtenumzug durchs Dorf marschiere. Das taten wir dann auch und setzten nach 10 min unsere Fahrt fort, um in Barth am Hafen die erste größere Pause einzulegen. Hier war auch der Startpunkt der Rallye des XI. Norddeutschen Oldtimertreffens, dessen Konvoi wir unterwegs begegneten. Weiter ging es gen Osten in den kleinen verschlafenen Touristenort Barhöft. Schöner ruhiger kleiner Yachthafen mit einer Fischbude, wo sich auch gleich einige Teilnehmer ein Fischbrötchen und einen Kaffee schmecken ließen. Nach dieser kurzen Pause - der Hafenmeister hätte uns sonst noch Parkgebühren abgeknöpft - fuhren wir an Stralsund vorbei auf der B 194 nach Krummenhagen in die Brau-u. Backscheune "Rumpelstilz". Hier verbrachten wir unsere wohlverdiente Mittagspause. Nachdem wir unsere Mägen vollgeschlagen hatten, rollten wir - bei immer noch sehr starkem Seitenwind -wieder gen Norden nach Barth, um dort eine Tankpause für die Maschinen durchzuführen, die halt nur einen kleinen Tank besitzen.

Nun ging es endlich auf den Darß ! Hinter Zingst hielten wir auf einem Parkplatz an - auch hier wären Parkgebühren fällig - um uns den herrlichen Strand und die peitschenden Wellen der Ostsee anzuschauen. Links und rechts Strand so weit das Auge sehen kann !! Einfach genial ! Nach diesem Erlebnis ging die Fahrt weiter vom Darß nach Fischland ! Dabei rollten wir durch so schön hergerichtete Ostseebäder wie Ahrenshoop, Wustrow, Dierhagen und Graal-Müritz. Noch einen Abstecher durch Markgrafenheide zur Hohen Düne, um im piekfeinen Yachthafen Super-Jachten anzuschauen, die sich jenseits der Millionengrenze bewegen. Milliardär Abramowitsch läßt grüßen ! Nun hatten wir genug gesehen, wieder auf die Böcke und zurück zum Quartier. Abends dann die üblichen Benzingespräche bei Bier, Wein, Fischergeist und Club Havanna !!

Sonntagmorgen nach dem Frühstück rollten wir dann wieder gen Westen, um in der "Kutscherscheune" in Groß Zecher am Schaalsee bei Ratzeburg eine längere Mittagspause durchzuführen. Als alle gesättigt waren, fuhren wir nach Ratzeburg zum letzten Tankstopp um uns zu verabschieden, denn hier teilte sich die Gruppe in alle Himmelsrichtungen auf. Wieder ein schönes erlebnisreiches Wochenende, mit Sonne, heftigem Wind und vereinzelte Schauer - aber nur bei der Hin- u. Rückfahrt.

Länge der Rundtour: ca 260 km

Fazit: Einmalige Gegend (Nationalpark) mit wunderschönen Sandstränden und ruhigen kleinen Häfen, nur Kurven könnten mehr sein !!