2008 Herbsttour

Weinanbaugebiet Saale / Unstrut

Die Septembertour 2008 in den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen, eine Tour mit Hindernissen ! Alles der Reihe nach !

Wie üblich trafen am ersten Treffpunkt in Bad Bramstedt bei sonnigem Wetter schon 15 Motorräder ein, um dann weiterzufahren und am Parkplatz Hasselhöhe auf der BAB 7 die restlichen 4 Bikes aufzunehmen. Jetzt waren wir komplett und hatten eine stattliche Teilnehmerzahl von 21 Personen mit 19 Bikes.

Durch die Heide ging es zum ersten Tankstopp nach Unterlüß und dann weiter Richtung Gifhorn auf der B 4. 10 km vorher hielten wir am Gasthof "Zum Pilz" und verbrachten hier unsere Mittagspause. Uriger Gasthof, leckeres Essen und soziale Preise - empfehlenswert ! Nach dieser Pause fuhren wir weiter an Braunschweig vorbei Richtung Mattierzoll, wo früher zu DDR-Zeiten die Welt zu Ende war. Ein kleines Grenzmuseum erinnert an die vergangenen Zeiten der Deutschen Teilung. Wieder rauf auf die Böcke und weiter durch den Harz bis zu unserem Quartier, der "Pension Weidemühle" in Kelbra, am Fuße des Kyffhäuser. Sehr schöne Pension, toll gelegen, hervorragendes Essen und immer ein Bier bzw. Wein auf dem Tisch ! Sehr zu empfehlen !

 Am Samstag starteten wir nach einem ausgiebigem Frühstück unsere Rundtour bei trockenem Wetter aber noch feuchten Straßen. So war die kurvenreiche Auffahrt zum Kyffhäuser nicht gerade der Leckerbissen. Erster Stopp als touristische Attraktion war die verfallene Ruine Burg Wendelstein im gleichnamigen Ort. Nun kamen wir in den Burgenlandkreis - das dieser Landkreis zu heißt, wird er wohl den vielen Burgen und Schlössern zu verdanken haben. Als nächster Halt war Eckartsberga im Programm, um auf die Eckartsburg hochzufahren. Diese Burg ist in einem prachtvollen Zustand mit Gastwirtschaft und Standesamt. An diesem Tag fanden gleich 2 Hochzeiten dort oben statt. Wir machten uns wieder vom Acker und nun das: Bei der Abfahrt war ein Teil der Gruppe verschwunden. An Jaap´s Harley war der Gaszug gerissen ! Die eine Gruppe fuhr weiter zum nächsten Treffpunkt, Weingut Zahn in Kaatschen bei Groß Heringen, und die andere Gruppe schraubte und reparierte die Harley. Dauer: 2 Std. Just in dem Moment, als beide Gruppen losfuhren um sich in Bad Kösen an der Tanke zu treffen, fing es an zu regnen. Wir entschieden uns, die Tour abzubrechen und die Heimreise nach Kelbra anzutreten. Weiser Entschluß, denn der Regen hörte nicht mehr auf. In Kirchscheidungen Nähe Nebra dann das nächste Unheil. Auf nassem seifigen blauen Kopfsteinplaster rutschte Andy - mit Alex als Sozia - mit seiner Kawa übers Vorderrad aus. Beiden nichts passiert, aber die Kawa war nicht mehr fahrtüchtig - Öl spritzte aus dem seitlichen Kurbelwellengehäuse ! Nach Rücksprache mit dem Wirt ließen wir die Maschine zurück und fuhren weiter, beide als Sozia aufgeteilt auf andere Böcke. Immer vorsichtiger auf den nassen Straßen erreichten wir gegen 19:30 Uhr unser Quartier. Nach einer wohltuenden Dusche und einem herzhaften Abendessen fuhr der Wirt mit den Beiden noch einmal los, um die defekte Kawa zur Pension zu holen. Gegen 23:30 Uhr trafen sie wieder ein. Ein toller Service vom Wirt, er hat eben ein Bikerherz !

Sonntag nach dem Frühstück traten wir ohne die Kawa bei herrlichem Sonnenschein die Heimreise an. Am Motorradtreffpunkt Torfhaus der erste Halt - hier waren schon allerhand Motorräder auf den Beinen. Weiter Richtung Norden über der B 4 hielten wir wieder am Gasthof "Zum Pilz", um unser übliches Mittagsmahl einzunehmen. Auf der Hinfahrt hat es uns ja so gut gefallen. Auf kleinen Straßen um Uelzen herum landeten wir in Bahlburg, wo Werner uns zu Kaffee und sonstigen alkoholfreien Getränken einlud. Hier beendeten wir offiziell unsere Tour, da ein Teil Richtung Lübeck abbog. Der Rest fuhr auf die BAB 7 Richtung Hamburg. Ab Heimfeld bis zum Elbtunnel STAU !! Und dann das: Direkt in der Einfahrt zur dritten Elbtunnelröhre fing Hupi´s K 1200 an zu kochen ! Die Maschine qualmte, da das heiße Kühlwasser überlief - Ursache: Sicherung des Lüftermotors durchgebrannt. Hupi hatte aber auch nicht auf sein Display geschaut, das die Kühltemperatur sich schon im roten Bereich befand. Der ganze Verkehr mußte um unsere noch 10 Maschinen herumkurven. Glücklicherweise hatte Hupi Ersatzsicherung im Gepäck, kurz gewechselt und der Lüfter lief wieder. Nun ging es ohne Probleme weiter und alle kamen nach Hause ohne weitere Vorkommnisse !!

Länge der abgebrochenen Tour: 220 km

Fazit: Sehr schöne Region für die, die sich für Burgen, Schlosser und Wein interessieren. Und Kurven gibt es auch genug !!

Leider konnten wir unsere Tour aufgrund der Vorfälle nicht so durchführen, wie wir es gerne wollten, darum werden wir es bei nächster Gelegenheit auf ein Neues versuchen !