2011 Herbsttour

Weserbergland

Herbsttour 2011 durch Niedersachsen nieders_1, Hessen bl_hessen_1 und NRW nrw_1

Das haben wir uns auch mal wieder verdient, Sonne und angenehme bis sehr warme Temperaturen !

Freitag: Wie immer begann alles beim ersten Treffpunkt in Bad Bramstedt mit 13 Maschinen und 15 Personen. Am zweiten Treffpunkt stießen noch 2 Bikes hinzu, sodas wir mit 15 Kräder und 17 Personen die Hinfahrt nach Lippoldshausen, in den "Landgasthof Zur Brücke", in Angriff nahmen. Über einen Teilstück BAB7 und Serpentinen ähnliche Kurven hinter Hildesheim gelangten wir nach Brunsen. Ein kleiner verschlafener Ort zwischen Alfeld und Einbeck mit einer Eisdiele, die hervorragendes selbst hergestelltes Eis anbietet. Einfach lecker !! Das letzte Bike stieß hier auch hinzu und so waren wir vollzählig mit 16 Kräder und 19 Personen. Hier ist auch ein kleines Mißgeschick passiert in Form eines Umfallers. Bei Mensch und Maschine war nichts passiert und so fuhren wir weiter zum letzten Tankstopp. Was danach passierte, da kann man nur sagen: Glück gehabt ! 6 km vor dem Ziel verabschiedete sich in einer Kurve mit "Rollsplitt" unser letzter Mitfahrer von der Fahrbahn und landete unverletzt im Straßengraben. Kupplungshebel und Blinker abgebrochen, sonst weiter nichts passiert !!! Am Ziel angekommen, bezogen wir die Zimmer und auf den großen Schreck genossen wir das große Begrüßungsgetränk der Wirtin.

Der Samstag: Hochsommerliche 27-30 °C ! Gleich früh morgens machten sich zwei Biker auf den Weg nach "Louis" in Kassel, um die defekten Teile zu besorgen. Bevor wir unsere Tour starteten, waren die beiden auch schon da mit den Ersatzteilen. Kurz angebaut und es konnte losgehen - alles funktionierte einwandfrei. Durch Hann. Münden die Weser entlang gen Norden rollten wir durch Hemeln, von dort ostwärts durch Waldgebiet mit herrlichen Kurven über Löwenhagen, Bursfelde wieder zurück an die Weser nach Bad Karlshafen. Erster Stopp mit Käffchenpause mitten im Ort. Von dort am ehemaligen KKW Würgassen und der Villa Löwenherz in Lauenförde vorbei über Neuhaus im Solling nach Holzminden auf hauptsächlich kleinen Nebenstraßen. Nun war es nicht mehr weit zur Weserfähre Polle. Kurz übergesetzt mit einer Gierseil-Fähre und Mittagspause war angesagt an der "Weserterasse" in Polle mit herrlichem Blick über die Weserlandschaft. Was nach der Mittagspause auf dem Programm stand, sollte sich kein Biker dort in der Region entgehen lassen, und zwar die Strecke von Brevörde nach Ottenstein - 11 Serpentinen !! Das man so eine geniale Strecke im Weserbergland findet, echt phantastisch ! Nach diesem Highlight ging es direkt  zum "Köterberg" - höchstgelegener Berg mit 497 m und der Bikertreff im Weserbergland. Was hier oben los war, enorm - Mopeds an Mopeds ! Runter vom Berg zum Tankstopp nach Vöhrden für unsere Maschinen mit den kleineren Tanks. Was sein muss, muss sein. Danach kam ruhiges entspanntes cruisen durch die Landschaft über Ovenhausen, Bruchhausen und Haarbrück nach Helmarshausen zum "Cafe Krukenburg". Aber Achtung, die Auffahrt hat es in sich. Das Schild - 25% Steigung - ist kein Scherz, sondern es geht tatsächlich so steil hinauf ! Empfehlung: von Norden anfahren !!! Das Cafe, terassenförmig angelegt mit einer super Aussicht, bietet hervorragenden Kuchen und andere kleine Leckereien. Bei der letzten Etappe durchquerten wir den Reinhardswald, kamen am "Dornröschenschloss" in Sababurg vorbei, ehe wir uns in Reinhardshagen wieder an der Weser entlang bis nach Hann. Münden zum Weserstein schlängelten. Hier, wo die Weser entspringt, gibt es einen passenden Vers:

"Wo Werra sich und Fulda küssen, Sie ihre Namen büssen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss, Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss."              Hann. Münden 31 Juli 1899

Nach diesem geschichtlichen Aufenthalt war zum Abschluss in Hann. Münden noch ein Tankstopp fällig, wo die Bikes für die kommende Heimfahrt vollgetankt wurden. Danach kam im Quartier gemütliches Beisammensein mit entsprechender Promille auf die Tagesordnung.

Landgasthof zur Brücke: Hervorragendes Essen, schöne Zimmer, tolles Preis-Leistungsverhältnis, freundliche und nette Bewirtung durch die Wirtsleute. Hier fühlt man sich als Biker wohl !

Tourlänge: 244 km

Sonntag: Unspektakuläre Rückfahrt, nur die "Flensburger Fraktion" bekam aufgrund eines heftigen Gewitters ab Rendsburg noch einen nassen "Arsch" !

Fazit: Weserbergland - geschichtliches und sehenswertes Motorradparadies aller erster Güte. Gute Strassen, wenig Verkehr. Hier macht "Biken" Spass !!!