2011 Frühjahrstour
Die Rhön und der Spessart
Wir hatten es uns verdient ! Endlich mal wieder Sonne pur und Temperaturen jenseits der 25° C. Zum zweiten Mal nach 2010 führte uns die Frühjahrstour über das Vatertagswochenende wieder in die Rhön nach Burghaun-Steinbach zur "Unteren Mühle". Genau wie im letzten Jahr gab es auch diesesmal nichts auszusetzen. Verpflegung, Zimmer und die Gastfreundlichkeit der Wirtsleute waren hervorragend. Bei unseren Touren durchstreiften wir die Bundesländer
Hessen
, Thüringen
und Bayern
.
Hinfahrt: Start war wie immer in Bad Bramstedt mit bereits 14 Maschinen und 17 Personen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es weiter zum zweiten Treffpunkt, dem Parkplatz Hasselhöhe auf der BAB 7. Dort stießen noch 3 weitere Bikes hinzu, sodas wir nun mit 17 Bikes und 20 Personen fast vollzählig waren. Die letzte Maschine war bereits am Zielort, als wir dort eintrafen. Bis zur Ausfahrt Seesen rollten wir die BAB 7 hinunter um etwas zu schaffen und um nicht zu spät am Zielort einzutreffen. Durch den Harz und das Werratal fuhren wir auf der gut ausgebauten B 27 gegen 18:00 Uhr auf dem Parkplatz unseres Quartiers. Nun waren wir vollzählig, 18 Bikes und 22 Personen. Geschaft, Zimmer bezogen und das erste Bier ließ nicht lange auf sich warten.
Freitag erste Tour: Spessart
Gut gefrühstückt fuhren wir gen Süden in Richtung Spessart. Kurzes Stück B 27, dann über kleine Straßen und verwinkelte Dörfer (Steinhaus, Kothen, Züntersbach) nach "Schwarzenfels", um an der gleichnamigen Burg die erste Pause durchzuführen. Durch waldreiches Gebiet und Orte wie Jossa, Burgsinn und Gräfendorf kamen wir nach "Gemünden am Main", wo wir uns direkt am Main ein weiteres Mal die Beine vertraten. Von dort war es nicht mehr weit zu der geplanten Mittagspause, dem Bikertreff "Bayrische Schanz" , gelegen auf 514 m. Uriges Waldlokal mit deftigen bayerischen Spezialitäten, auch Anlaufpunkt von vielen Fahrradbikern. Nach dieser ausgiebigen Pause rollten wir wieder gen Norden nach "Steinau an der Strasse" (der Ort heißt wirklich so) zum Tanken, um mit gefülltem Tank über Hauswurz, Hosenfeld nach "Bad Salzschlirf" zu kommen. Im "Kulturkessel"gab es noch einmal Kaffee und Kuchen. Das wir dort mit 22 Personen die Terrasse stürmten, war für die Bedienung auch etwas ungewöhnliches, aber jeder hat etwas bekommen. Die letzte Etappe war dann ein Kinderspiel. Über Schlitz und Unter-Schwarz kamen wir nach Burghaun an die Avia-Tanke, um die Maschinen für die nächste Tour am darauffolgendem Tag aufzutanken. Länge der Tour: 253 km
Samstag zweite Tour: Rhön
Auch der zweite Tag bescherte uns Wärme und Sonnenschein. Gut gelaunt starteten wir unsere Maschinen um erst einmal nach Norden in die Kalibergbauregion Philippsthal / Heringen an der Werra zu gelangen. Erster Stopp war in Unterbreizbach am "Mount Kali", ein riesiger Berg vom Kali-Abbau unter Tage, echt sehenswert ! Von diesem markanten Punkt fuhren wir zum "Grenzmahnmal Bodesruh", einem Aussichtsturm der 1963 als Mahnmal zur Teilung Deutschlands in unmittelbarer Grenznähe errichtet wurde. Den Aufstieg auf die 17 m hohe Plattform und den tollen Ausblick sollte man sich nicht entgehen lassen. Nach diesem geschichtsträchtigen Ausflug in die Vergangenheit ging es weiter zur Mittagspause in die "Turmuhrenklause" in "Oepfershausen", wobei wir Orte wie Berka, Frauensee, Tiefenort und Dermbach durchstreiften. Wenn man nicht ungefähr weiss, wo die Lokalität liegt, wird man sie auch kaum finden. Zwei Kilometer abseits der Hauptstrasse oben an einem Berghang wunderschön ruhig gelegen. Nach Einnahme von kleinen Snaks war dann in Fladungen wieder ein Tankstopp angesagt. Dort war es mittlerweile so heiß, das jemand die Hose runter ließ, um etwas frische Luft an seine verschwitzten Beine zu bekommen. Letzter Pausenstopp war zum Abschluß die 950 m hohe "Wasserkuppe". Was dort oben für ein Trubel war, kann man gar nicht beschreiben. Alles war dort oben vertreten, Moppeds, Radler und Familien mit Kindern, es war einfach nur " v o l l" !!! Nach einer Stunde Aufenthalt rollten wir auf ziemlich direktem Weg zum Quartier zurück, da aus Südosten dunkle, schwarze Wolken mit Blitz und Donner sich der Wasserkuppe näherten und auch einige Tropfen schon den Weg zur Erde fanden. In Burghaun wurden die Machinen dann wieder für die Rückfahrt vollgetankt. Länge der Tour: 250 km
Auf beiden Touren standen überwiegend Landstraßen und kleinere Nebenstrecken im Tourenprogramm. Das an allen 3 Abenden reichlich flüssiges (Bier, Wein, Kurze) in die Kehlen der ausgehungerten Mopedfahrer verschwand, braucht man eigentlich nicht erwähnen. Es war wieder ein rundum gelungenes tolles Wochenende, wobei die kleinen "Hausrunden" der Wirtsleute genau dort hineinpassten.
Fazit: Beide Regionen, Spessart und Rhön, sind ideale Bikerreviere mit unendlich vielen Kurven und Sehenswürdigeiten !!