2010 Herbsttour
Insel Rügen 2010
Auf unserer diesjährigen Herbstour zur Insel Rügen in Meck-Pom
ist auch diesesmal wieder etwas losgewesen :
- eine krankheitsbedingte Nichtteilnahme an der Rundtour
- einen Reifenschaden
- einen Ausfall einer Maschine zwei Tage vor der Tour (somit hatten wir wieder einen Servicewagen)
Los ging es wie immer in Bad Bramstedt mit 12 Motorräder und 15 Personen. Am 2.Treffpunkt bei der "Eisdiele Pelz" in Ratzeburg stieß noch Thomas hinzu, aber nicht auf 2, sondern auf 4 Rädern. Sein Motorrad hat zwei Tage vor der Tour Anlasserprobleme, sodass er auf sein PKW umsteigen musste. Noch ein leckeres Eis und wir brachen auf gen Osten nach Schwerin zum Tanken und sofort weiter nach Crivitz zum "Hotel Seeblick", um dort unser wohlverdientes Mittagessen einzunehmen. Gestärkt rollten wir querbeet nach Alt Tellin-OT Siedenbüssow ins Bikerhotel "Das Gutshaus". Hier war mittlerweile auch "der rechte Flügelmann" eingetroffen, sodas wir nun vollzählig waren - 13 Bikes, 18 Personen und 1 Servicewagen. Feuchtfröhlich gestaltete sich der Freitagabend, wobei wir bis 23:00 Uhr draussen am Lagerfeuer sitzen konnten.
Samstagmorgen: Nach einem deftigen Frühstück war Rügen angesagt. Einer konnte nicht mit, "Last Minute" hatte starke Rückenschmerzen und wollte den Tag über im Bett verbringen. Wetter war diesig und neblig, aber trocken und so näherten wir uns der Rügenfähre Stahlbrode-Glewitz. Kurze Wartezeit und nach 15 Minuten Überfahrt waren wir endlich auf der Insel. Über Zudar gelangten wir nach Garz, wo uns ein Hinweisschild eine Streckensperrung nach Bergen signalisierte. Ich ignorierte den Hinweis und setzte den JOKER ! Hat nur halb geholfen, da die Straße tatsächlich kurz vor Bergen gesperrt war. Machte aber nichts, da das Navi uns über eine "SPURBAHN" durch die schöne Landschaft zur B96 navigierte und wir in Bergen wieder auf der richtigen Route waren. Nun lief wieder alles normal und so gelangten wir über Patzig und Gries nach Ralswiek, dort wo auf der Naturbühne alljährlich die Störtebeker-Festspiele stattfinden. Schöner kleiner Touri-Ort, sehenswert und die Fischbrötchen und der Kaffee schmecken auch auf dem im Hafen liegenden "Räucherschiff" ! Hier war eine längere Pause angesagt um sich umzuschauen und zu entspannen. Danach rollten wir am Großen Jasmunder Bodden vorbei durch Sagard und Nardevitz zum "Cafe Niedlich" in Lohme, unserem nächsten Halt. Herrliche Aussicht am Steilufer hinüber nach Cap Arkona. Die unzähligen Stufen hinunter zum Cafe und wieder hinauf war für einige doch schon mehr ein Alpenabenteuer ! Hier hatten wir unseren nördlichsten Punkt der Tour erreicht. Weiter ging es nach Sassnitz, da ich aber mit der Gruppe nicht durch Sassnitz wollte, nahm ich eine Abkürzung. Diese Straße war mit ihrem Kopfsteinpflaster in einem desolaten und jämmerlichen Zustand. Fast waren wir durch, da ertönte vom "Rechten Flügelmann" ein Hupkonzert und als ich anhielt, sah ich auch schon das Unheil . Der Hinterreifen war platt !! Loch lokalisiert und schnell eine Dose Reifenpilot in den Reifen eingesprüht. Ab zur nächsten Tanke, die dann auch schnell kam. Aber der Reifen hielt nicht dicht, die Flüssigkeit trat immer wieder aus und dichtete das Loch nicht ab. Noch eine zweite Dose eingesprüht, auch negativ !! Das Loch war einfach zu groß. Somit blieb nur noch der ADAC ! Hat alles super geklappt, Motorrad "huckepack" auf den Abschleppwagen und weg war das gute Stück. Die Gruppe war mittlerweile auf direktem Wege zum Quartier zurückgefahren, Lust auf Weiterfahrt der Tour hatte keiner mehr. Wir sind dann mit unserem Servicewagen nach allen Formalitäten hinterhergefahren. So haben wir die Rügentour nur zur Hälfte abgefahren. Cèst la vie !! Abends gab es dann zur Entschädigung ein leckeres Wildschweinessen und Paar süffige Bierchen !
Sonntagmorgen: In dem Moment, als die Gruppe die Heimreise antreten wollte, kam pünktlich wie abgesprochen der ADAC und hat uns samt Motorrad im Sprinter nach Hause gebracht. Die Gruppe nahm ebenfalls auf der BAB den direkten Weg, wobei ab Wismar der Regen einsetzte und sie somit nicht trocken nach Hause kamen.
Fazit: Trotz aller Umstände ein doch schönes Wochenende, eine Insel mit viel Sehenswertem und ein Bikerhotel, wo Biker sich wohlfühlen !
Bei uns ist Halt in letzter Zeit immer etwas Los !!